Essen in Island

Mir fällt gerade mal wieder auf, dass Obsti hier schon wieder den Alleinunterhalter spielen muss. Aber in letzter Zeit muss ich nicht besonders oft kochen und wenn, dann gibt es nur unblogwürdiges.
Dafür habe ich jetzt aber endlich mal Zeit und Lust mich an etwas zu setzen, was ich schon lange vor hatte: einen Blogpost über die isländische Küche!
Ganz grob lässt sich sagen, dass sie der „normalen“ westlichen Küche recht ähnlich ist, aber ein paar Besonderheiten möchte ich euch gerne näher bringen. Ich werde die Posts ein bisschen aufteilen und ab jetzt versuchen regelmäßig etwas über die isländische Küche zu schreiben.

1. Fleisch! Ohne Fleisch ist eine Mahlzeit für einen Isländer keine Mahlzeit.
Da Island ein sehr karges und kaltes Land ist, wächst hier natürlich nicht viel Gemüse. Traditionell wird hier also sehr viel Fleisch gegessen. Und das kommt nur aus der Besten Haltung. Die Lämmer, von denen das meiste Fleisch hier stammt, verbringen ihren gesamten Sommer im Hochland und genießen ihre Freiheit, bevor sie dann im Herbst/Winter zum Schlachter kommen.
Neben Schafen prägen auch Pferde das Landschaftsbild. Auch die kommen hier gerne mal auf den Teller. Ungefähr 70% der Fohlen, die hier geboren werden, kommen zum Schlachter. Es gibt auf der Insel einfach so viele Pferde, dass man wirklich nur die besten als Reitpferde behält. Mittlerweile ist der Pferdefleischkonsum in Island relativ normal (natürlich gibt es Menschen, die es aus Prinzip nicht essen, aber ich hab das Gefühl, die sind in der Unterzahl), nachdem der Konsum während der Christianisierung im Mittelalter komplett verboten war. Aber auch die Pferde genießen ihr Leben unter freiem Himmel mit viel Platz, bevor sie ein leckeres Filet werden. Daher muss auch ich zugeben, dass ich hier schon Pferdefleisch gegessen hab. Und es wirklich ausgesprochen lecker!

Funfact: Als in Deutschland der Pferdefleischskandal aktuell war, wurden auch in Island einige Gerichte getestet. Denn wenn irgendwo Pferd im Essen steckt, dann bestimmt in Island! Lustigerweise haben sie in einer Fleischpaste, in der Pferdefleisch vermutet wurde, nicht einmal eine Spur von auch nur irgendeinem Fleisch finden können :)

Die traditionelle Zubereitung von Fleisch ist auf lange Haltbarkeit ausgelegt. So gibt es z.B. das Hangikjöt, geräuchertes Lammfleisch und Saltkjöt, gepökeltes Fleisch.
In Zeiten von Tiefkühltruhen und Gasgrills ist aber auch Grillen sehr beliebt geworden. Ich glaube es gibt keine (so kalte!) Nation, in der so oft gegrillt wird. Im Mai stand auf der Farm wo ich war der Mann sogar im Schnee draußen und hat Steaks gegrillt…

Das war auch schon die erste Episode von „Essen in Island“, ich hoffe, das bald mehr kommen wird. Ich gebe mir jedenfalls Mühe! Vielleicht komm ich auch nochmal dazu, ein eigenes Rezept zu bloggen..
Bis zum nächsten Mal
Sushi

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s