Kleinur – „Twisted Doughnuts“

kleinur

Hallo ihr Lieben,

da Obsti und ich unsere Backlust wiedergefunden haben, gibt es auch von mir heute noch ein Backrezept.

Kleinur sind isländische Gebäckstücke, angelehnt an Doughnuts. Ins Englische werden sie auch mit „twisted Doughnuts“ übersetzt. Ich habe sie natürlich in Island kennengelernt. Das war so ein klassisches „wir müssen den Tag am Stall überleben“-Gebäck, die man in einer großen Tüte mitgenommen hat und am Ende des Tages waren irgendwie alle verdunstet. Selber gemacht habe ich sie bis jetzt aber noch nicht.
Da meine Eltern bald auch nach Island fahren, habe ich für sie zur Einstimmung und für mich in Gedanken an „alte“ Zeiten dann auch letztens ein paar *hust* Kleinur gemacht.
Das Rezept ergibt gefühlt viel zu viele, so grob geschätzt 80? Kleinur. Für den Anfang empfehle ich daher, das Rezept zu halbieren. Es sei denn, ihr wisst schon, dass ihr sie auf eine Feier oder ähnliches mitnehmen wollt.

Zutaten:
4 Eier
125 g Zucker
150 g Butter, geschmolzen
150 ml Buttermilch oder Joghurt
150 ml Milch
½ TL Salz
6 Kardamomkapseln (ca. 1 TL Samen)
2-3 TL Vanilleextrakt
2 TL Backpulver
½ TL Natron
500 g Mehl (ich habe ca. 100 g mehr benötigt)

ca. 1-2 l Pflanzenöl zum Frittieren (ich habe mit 500g Butaris frittiert, hat hervorragend funktioniert, war nur etwas zu wenig)

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Alle flüssigen Zutaten sowie Salz, Kardamom und Vanille zugeben und gut verrühren. Zuletzt das Mehl mit Backpulver und Natron gemischt zugeben und zunächst unterrühren. Am Ende den Teig noch einmal auf einer gemehlten Arbeitsfläche leicht durchkneten. Ggf. noch mehr Mehl oder Milch zugeben.
Der Teig darf ruhig noch ein wenig klebrig sein, er sollte sich aber mit Mehl bestäubt gut ausrollen lassen.

In einem Topf das Fett erhitzen, bis es 180°C warm ist (ich hatte kein Thermometer, also ging es nach Gefühl. Mittlere-kleine Flamme auf dem Gasherd hat gut funktioniert).

kleinur_1Den Teig währenddessen (ggf. portionsweise) ca. ½ cm dick ausrollen. Mit einem Messer oder einem Teigschneider ca. 3 cm breite Streifen schneiden. Diese diagonal zu etwa 6 cm langen Rauten zerteilen und jeweils längs in die Mitte noch ein 2-3 cm langes Loch schneiden. Der nächste Schritt verleiht den Kleinur ihre typische Form: nehmt eine Spitze und steckt sie durch das Loch in der Mitte und nehmt sie wieder nach außen, sodass die Raute verdreht wird.

Sobald ihr die ersten Rauten fertig habt, könnt ihr auch schon mit dem Frittieren anfangen. Dazu vorsichtig mit einem Schaumlöffel die Kleinur ins heiße Fett geben. Nach 2-3 Minuten einmal wenden. Wenn die Kleinur von beiden Seiten goldbraun sind wieder herausnehmen und auf einem Stück Küchenpapier abkühlen lassen.
kleinur_2

Bei mir lief der Schneide- und Frittier-Prozess parallel, da man während die Kleinur backen genug Zeit hat, die nächste Ladung vorzubereiten.

Ich war wirklich erstaunt, wie einfach das war und wie sehr sie wie die in Island gekauften Kleinur geschmeckt haben. Wenn ich also nochmal Lust zum Frittieren habe, werde ich die auch definitiv noch einmal machen.

Die Kleinur halten sich übrigens erstaunlich gut. In einer luftdichten Dose oder einem Gefrierbeutel o.ä. sind sie auch nach einer Woche noch genießbar. Zu längeren Zeiträumen habe ich keine Erfahrung, so lange haben sie nämlich noch nie überlebt :)

Viele Liebe Grüße und einen guten Start in die frühlingshafte Woche
Wünscht euch Sushi

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